Fashion Design Institut: Drapieren will gelernt sein

Das Fashion Design Institut führt in die Kunst der Drapage ein

Drapage heißt ein Fach, in dem die angehenden Designer des Fashion Design Institut eine alte, aber durchaus noch oft gebräuchliche Designtechnik lernen.

Das Düsseldorfer Fashion Design Institut lehrt die Technik der Drapage in einem eigenen Fach. Viele Designer verwenden diese Technik immer wieder – sie zu beherrschen kann daher für jeden zukünftigen Designer von großem Nutzen sein. Dabei ist richtige Drapage schwieriger als das lockere, luftige Ergebnis letztendlich glauben macht.

  • Was ist Drapage?
  • Woher kommt Drapage?
  • Warum ist Drapage wichtig für den Designer?
  • Wie gestaltet sich das Fach Drapage beim Fashion Design Institut?
Fashion Design Institut: Drapieren will gelernt sein

WAS IST DRAPAGE?

Das am Fashion Design Institut von Modeprofis gelehrte Fach ist eigentlich ein sehr altes. Möglicherweise ist es sogar die älteste Methode, den Körper einzukleiden. Es handelt sich dabei nämlich um die Kunst des Drapierens, eine Technik, die viele Designer gerne anwenden. Gelehrt wird sie dennoch vergleichsweise selten. Bei der Drapage entsteht ein Kleidungsstück in Anlehnung an eine Skizze oder durch ganz freies Experimentieren. Man kann sich den Vorgang des Drapierens ein wenig wie die Arbeit eines Bildhauers vorstellen, der das Material in Einbeziehung seiner Eigenschaften bearbeitet.

WOHER KOMMT DRAPAGE?

Die ersten drapierten Kleidungsstücke kann man an den Statuen der Antike erkennen. Sowohl die alten Griechen als auch die Römer und die Mesopotamier verwendeten die Drapage, um raffinierte Silhouetten zu kreieren. Wie die Schüler des Fashion Design Instituts erlernten die antiken Kleidermacher den perfekten Faltenwurf im Rahmen eines Unterrichtsfachs während ihrer Ausbildung. Die eleganten Gewänder bestanden dabei aus einem einzigen Stück Stoff. Ihr unverwechselbares, klassisches Aussehen erhielten diese Kleidungsstücke durch kunstvolle Faltenlegung, Abbinden und Gurten des Stoffes. Ganz besonders aufwendig drapiert wurden die Kleider der Frauen, die nur durch Kordeln, Gürtel oder Broschen zusammengehalten wurden.
Fashion Design Institut: Drapieren will gelernt sein

WARUM IST DRAPAGE WICHTIG FÜR DEN DESIGNER?

Am Fashion Design Institut ist die Drapage ein eigenes Fach, weil sich die Technik des Drapierens vom üblichen Designvorgang unterscheidet. Anders als beim Erstellen eines Schnitts werden beim Drapieren keinerlei Berechnungen durchgeführt. Es geht also in erster Linie um Auge, Fingerspitzengefühl und darum, das Kleidungsstück durch Experimentieren ständig zu verändern und zu beobachten, um eine individuelle Formensprache für die Silhouette zu finden. Der direkte Bezug zum menschlichen Körper erleichtert dem Designer das Finden der richtigen Proportion, einer interessanten Linienführung und das Bestimmen der zu entwickelnden Silhouette.
Fashion Design Institut: Drapieren will gelernt sein

WIE GESTALTET SICH DAS FACH DRAPAGE BEIM FASHION DESIGN INSTITUT?

Die einzigartige Technik der Drapage mag sich für die Schüler des Fashion Design Instituts zunächst ungewohnt anfühlen. Die übliche Schnittkonstruktion ist ein eher abstrakter und zweidimensionaler Vorgang – bei der Drapage wird vom ersten Moment an dreidimensional gearbeitet. Hier wird direkt an der Schneiderbüste gesteckt, geformt, gefaltet und geschnitten, so dass eine Silhouette entsteht. Zunächst wird an eine Büste oder am Körper ein Nesselmodell drapiert, welches dann zu einem Grundschnitt weiterentwickelt wird. Vielen Designern liegt diese besonders kreative Form des Entwerfens besonders. Und tatsächlich gibt es auch Fashion Designer, die ihre Mode ausschließlich durch Drapieren entwerfen und realisieren, zum Beispiel die großen Modeschöpfer der Vergangenheit Madeleine Vionnet und Alix Gres. Was zunächst also nur als ein neues Fach daher kommen mag, kann sich für so manchen zukünftigen Designer am Fashion Design Institut zum Wegweiser zu einem eigenen Designstil entwickeln.